Trotz ihrer geringen Zahl dürften die Protestanten um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach wie vor bestrebt gewesen sein, eine eigene Pfarre zu errichten. Jedenfalls konnten sie bei der Kommassierung erwirken 12 Joch Grund beim Fürsten zu bekommen. Für die zukünftige Schule konnten sie sich 3 Joch sichern. Weiters wurde das fürstliche Gasthaus von der Familie Oswald gekauft. Nach dieser Dotierung war es nun möglich, 1871 eine eigene evangelische Schule zu errichten. Sie stand an der Stelle der heutigen evangelischen Kirche und diente auch als Bethaus und Lehrerwohnung. Vor ihrer Errichtung und Auflösung der konfessionellen Schule 1938 besuchten die evangelischen Kinder die katholische Schule im Ort.
Im Jahr 1955 wurde die Schule wegen Baufälligkeit abgetragen. An ihrer Stelle wurde im Jahr 1958 die evangelische Kirche errichtet und am 28. September 1958 eingeweiht. Der Turm war bereits 1953 gebaut worden. Zuvor stand der alte Glockenturm im Hof der evangelischen Schule.
Die Geschichte der Renovierungen der evangelischen Kirche: In den vergangenen Jahrzehnten wurde viel Zeit, Mühe und Engagement in die Pflege und Erhaltung dieses wichtigen Gebäudes investiert. Hier ein Überblick über die wichtigsten Renovierungsmaßnahmen, die den Bestand und die Schönheit der Kirche sichern:
1983: Renovierung des Kirchturms
1986: Glocken elektrifiziert
1995: Erneuerung der Fenster an der Hofseite
1998: Renovierung des Daches des Vorraumes
1999: Renovierung der Kirche außen
2008: Renovierung der Kirche innen und Erneuerung der Fenster an der Hauptstraße
2017: Erneuerung des Daches und Renovierung des Turms
2018: Erneuerung der Rundfenster an der Rabnitzstraße und Renovierung der Kirche innen.
2019: Erneuerung des Liedanzeigers
2020: Kirchenhof neu angelegt und Windschutz an den Eingangstüren montiert
2021: Steuerung der Glocken erneuert